Neue Möglichkeiten
durch das KHZG

Seit Langem wird vielerorts der niedrige Digitalisierungsgrad deutscher Krankenhäuser kritisiert. Studien belegen dies eindrucksvoll. Die Gründe dafür sind vielschichtig und reichen von Fachkräftemangel über fehlende Digitalisierungsstrategien, veraltete IT-Landschaften in Krankenhäusern bis hin zu unzureichenden finanziellen Mitteln.

Die daraus erwachsenen Konsequenzen wurden einmal mehr in der aktuellen Pandemie deutlich. Um die Digitalisierung in deutschen Kliniken deutlich voranzutreiben,
hat die Bundesregierung nun mit dem Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) eine Fördersumme von insgesamt 4,3 Milliarden Euro freigegeben. Über einen Krankenhauszukunftsfond sollen Investitionen gefördert werden, die eine bessere digitale Infrastruktur der Krankenhäuser u.a. in den Bereichen elektronische Dokumentation von Pflege- und Behandlungsleistungen, digitales Medikationsmanagement oder Entscheidungsunterstützungssysteme sicherstellen. Eine Evaluation des digitalen Reifegrades der Krankenhäuser soll im Juni 2021 und Juni 2023 erfolgen.

Um Ihr Reifegradniveau zu erhöhen, haben wir die passenden Lösungen – egal ob Fachklinik oder Maximalversorger. Wir bieten umfassende, bedarfsorientierte Unterstützung, um den ständig steigenden Anforderungen gerecht zu werden.

Lesen Sie, welche Möglichkeiten Ihnen bereits morgen zur Verfügung stehen könnten und vertrauen Sie dabei auf die 35-jährige Expertise von ID!

Allgemeine Informationen

Welche Ziele verfolgt das KHZG?

  • Die Modernisierung der Krankenhäuser soll neue Impulse erhalten. Der besondere Fokus liegt dabei auf Digitalisierung.
  • Eines der Kernziele ist die Verbesserung der Patientenversorgung.

Wie können Anträge gestellt werden?

  • Die Krankenhausträger melden ihren Förderbedarf unter Angabe des Vorhabens und der Fördersumme bei den Ländern an.
  • Das Bundesamt für Soziale Sicherung stellt bundeseinheitliche Formulare
    bereit.

Welche Maßnahmen sind förderfähig?

Nach § 14a Absatz 2 Satz 1 des Krankenhausfinanzierungsgesetzes werden die in Abbildung 1 dargestellten Vorhaben, insbesondere zur Digitalisierung der Prozesse und Strukturen im Verlauf eines Krankenhausaufenthalts von Patienten, gefördert.

Bei welchen Fördertatbeständen kann ID unterstützen?

Fördertatbestand 4: teil- oder vollautomatisierte klinische Entscheidungsunterstützungssysteme

Scope:

  • Unterstützung des Arztes / der Ärztin oder weiteren Entscheidungsträgern in dessen / deren Diagnostik-, Therapie- oder Medikationsempfehlung zum Zeitpunkt der Behandlung einer individuellen Patientin oder Patienten.
  • Klinische entscheidungsunterstützende Systeme erlauben in Abhängigkeit der Komplexität eine schnelle standardisierte Reaktion auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse in der medizinischen Behandlung und unterstützen die klinische Dokumentation bei gleichzeitiger Reduktion von medizinischen Fehlern.

Für Kliniken, die die Funktionalitäten ihres KIS zur elektronischen Verordnung nutzen und nach einer Möglichkeit zur Plausibilitätskontrolle der dort verordneten Medikation suchen, steht die Komponente ID PHARMA CHECK® zur Verfügung: die Medikation wird unter Berücksichtigung vorhandener Patientendaten geprüft. Durch Einbindung ins KIS ist ein integrierter Aufruf möglich.

Die Verordnungssoftware prüft kontinuierlich die Dosierung der Medikation im Kontext zu patientenindividuellen Informationen, wie Alter, Geschlecht und Diagnosen des Patienten unter Einbeziehung von Laborwerten und Allergien. Bei Überschreitung der Höchstdosis wird eine Warnmeldung ausgegeben.

Zu jeder Meldung sind zusätzliche Informationen aufrufbar. Die Software ist durch einen integrierten Service in der Lage, Laborwerte anzunehmen. Diese können im Kontext der bestehenden Medikation geprüft werden. Ein Allergiecheck prüft die Medikation einschließlich der Hilfsstoffe auf mögliche Allergien und Unverträglichkeiten.

Diese Standardfunktionalitäten tragen signifikant zu einer qualitativ hochwertigen, modernen Gesundheitsversorgung bei und steigern das Digitalisierungsniveau Ihres Krankenhauses deutlich. Krankenhäuser und Patienten profitieren von einer sinnvollen Digitalisierung des Medikationsprozesses als essentiellen Schritt zur Förderung der Arzneimitteltherapiesicherheit mit positiven Konsequenzen für die Genesung und die Verweildauer.

Fördertatbestand 5: Digitales Medikationsmanagement

Scope:

  • Erhöhung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) durch eine durchgehende digitale Dokumentation in interoperablen Systemen sowie die ständige Verfügbarkeit dieser Informationen für alle am Prozess Beteiligten bis hin zu einem in sich geschlossenen, umfassenden, transparenten und digitalen Medikationsprozess (Closed Loop Medication Management)
  • Hohe Verflechtung mit anderen Fördertatbeständen (klinische Entscheidungsunterstützungs- und Warnsysteme, digitale Leistungsanforderung, elektronische Pflegedokumentation sowie dem Aufnahme- und Entlassprozess)
  • Technische Voraussetzung ist eine einrichtungsinterne interoperable elektronische Patientenakte mit Schnittstellen zu den einzelnen Medikationssystemen auf der Intensivstation, auf der Normalstation sowie im Aufnahme- und Entlassmanagement

Unsere Produkte für die eMedikation – ID MEDICS®, ID DIACOS® PHARMA, ID PHARMA CHECK®, ID PHARMA APO – begleiten Ärzte, Pflegende und Apotheker auf jeder Stufe der Arzneimitteltherapie zuverlässig und schnell. Durch den Einsatz von dieser Software digitalisieren Sie Ihren Gesamtprozess und bauen so ein Closed-Loop-Medication-Management auf. Die Software warnt vor fehlenden Eingaben, Interaktionen und Wechselwirkungen. Patientenaufnahme und -entlassung werden durch das digitale Erfassen der Medikation und deren Dokumentation mit der Software vereinfacht. Das verringert die Fehlerquote und beschleunigt die Medikationsverabreichung um ein Vielfaches.

Außerdem verbessert die digitale Verfügbarkeit der Daten die Interprofessionalität und somit optimal genutztes Know-how. Für den Krankenhausapotheker bieten wir mit ID PHARMA APO ein spezielles Modul mit Funktionen für die Verwaltung von Arzneimittellisten, die Ansteuerung von Unit-Dose-Systemen sowie die Erfassung von Verbräuchen für die Materialwirtschaft.

Von der schnellen und korrekten Umwandlung der ambulanten auf die stationäre Medikation bis zur automatischen Ableitung der Entlassmedikation – inklusive Bundeseinheitlichem Medikationsplan (BMP) – hilft die ID Lösung für das Medikationsmanagement dabei, Prozesse zu beschleunigen und die Versorgungsqualität zu verbessern.

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